Nachbarschaftliche Löschhilfe in Grambek

Dieter Strohkirch wurde für seine 50 jährige Mitgliedschaft geehrt

(TS) Die Ehrenamtler der Möllner Feuerwehr blicken auf einen ereignisreichen Monat zurück. So wurden die Blauröcke im Mai insgesamt 33 mal um Hilfe gebeten. So geht der Dank nicht nur an die Familien sondern auch an die Arbeitgeber der Einsatzkräfte, da diese die ehrenamtlichen Retter im Einsatzfall freistellen.

Am 24. Mai trafen sich zudem die Mitglieder der Ehrenabteilung, der Reserveabteilung und des Wehrvorstandes im Quellenhof. Im Rahmen dieser jährlichen und traditionellen Zusammenkunft konnte Möllns Gemeindewehrführer Sven Stonies den Löschmeister Dieter Strohkirch, der seit 50 Jahren der Feuerwehr angehört, unter großem Applaus der Anwesenden die entsprechende Bandschnalle sowie ein Geschenk der Wehr überreichen. Er dankte ihm für sein langjähriges Wirken zum Wohle der Einwohner der Stadt und des Umlandes sowie für die Treue zur Möllner Wehr.

02.5. Ein größerer abgebrochener Ast, der in Alt-Mölln von einem Baum auf die Straße Zu den Ziegelwiesen zu fallen drohte, konnte nur mit Hilfe der Möllner Drehleiter beseitigt werden. Um 6.44 Uhr forderte daher die Alt-Möllner Feuerwehr die Unterstützung der Möllner Wehr an.

02.5. Im Wasserkrüger Weg war es zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem u.a. eine Person bei einem Abbiegevorgang angefahren wurde. Da aufgrund mehrerer Notrufe das Ausmaß des Unfalls zunächst unklar war, alarmierte die Leitstelle neben dem Rettungsdienst um 14.05 Uhr auch die Möllner Feuerwehr. Vor Ort stellte sich dann aber heraus, dass durch die Feuerwehrkräfte keine Maßnahmen erforderlich waren, so dass die alarmierten Kräfte ins Gerätehaus zurückkehren konnten und den Einsatz als Fehlalarm verbuchten.

03.5. In einer Wohnung des Heinrich-Langhans-Stiftes kam es zu einem medizinischen Notfall. Nachbarn hörten die Hilferufe des Mieters und setzten einen Notruf ab. Daraufhin wurde die Möllner Feuerwehr um 8. 12 Uhr zu einer Notfalltüröffnung alarmiert. Noch auf der Anfahrt zum Einsatzort erreichte die Einsatzkräfte die Nachricht, dass sich der Rettungsdienst Zugang über ein gekipptes Fenster verschafft hatte und somit kein Eingreifen der Feuerwehr mehr erforderlich war.

04.5. Dem Text der Funkmeldeempfänger konnten die um 5.49 Uhr alarmierten Einsatzkräfte entnehmen, dass ein umgestürzter Baum den Birkenweg blockieren würde. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein größeres Stück einer Baumkrone vermutlich durch Trockenheit abgebrochen war und die Fahrbahn versperrte. Da die Baumkrone beim Fall einige Äste in einem Nachbarbaum abgerissen hatte und diese nun lose im Baum hingen, wurde die Drehleiter nachgefordert. Mit deren Hilfe wurde die Gefahrenquelle beseitigt.

05.5. Gegen 2.20 Uhr rissen die Funkmeldeempfänger die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Mölln, Schmilau, Brunsmark und Horst aus dem Schlaf. Zuvor  hatte ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses  an der Ratzeburger Straße eine starke Verqualmung im Treppenhaus entdeckt und einen Notruf abgesetzt. Mit dem Stichwort „Menschenleben in Gefahr“ wurden neben der Polizei, die Feuerwehren sowie drei Rettungswagen und ein Notarzt zum Einsatzort entsandt. Als die Feuerwehren am Einsatzort eintrafen, stellte sich heraus, dass die Feuer durch einen Bewohner gelöscht werden konnten. Mehrere Personen wurden durch Feuerwehrkräfte ins Freie gebracht.  Eine Bewohnerin wurde vom Rettungsdienst versorgt, musste aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Nachdem die Brandstellen überprüft und die Rauchgase aus dem Gebäude verflogen waren, konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Gegen 2.50 Uhr verließen die Kräfte der Feuerwehr die Einsatzstelle. Aufgrund des Verdachts der schweren Brandstiftung hat die Kriminalpolizei die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen.

05.5. Nachdem in einem Wohngebäude an der Robert-Koch-Straße die automatische Brandmeldeanlage einen Feueralarm ausgelöst hatte, wurden um 13.52 Uhr die ehrenamtlichen Retter alarmiert. Vor Ort erreichte die Kräfte die Information, dass laut Aussage des Bewohners ein angebranntes Essen einen Rauchwarnmelder ausgelöst hatte.

06.5. Anwohner hatten in der Sebastian-Kneipp-Straße auf einem Nachbargrundstück eine unklare Rauchentwicklung bemerkt und daraufhin ohne weitere Erkenntnisse um 12.16 Uhr einen Notruf abgesetzt. Vor Ort stellte sich heraus, dass im Garten die Reste eines Busches verbrannt wurden.

06.5. Nachdem in einer Pflegeeinrichtung am Pater-Lenner-Weg die Brandmeldeanlage um 14.05 Uhr einen Alarm ausgelöst hatte, alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr.  Vor Ort stellte sich heraus, dass der Alarm durch einen Diffusor ausgelöst worden war. Der entstandene Wasserdampf hatte den betroffenen Rauchmelder ausgelöst. Somit waren glücklicherweise keine weiteren Maßnahmen erforderlich und der Einsatz wurde als Fehlalarm verbucht.

07.5. Erneut sorgte eine Brandmeldeanlage für eine Alarmierung der ehrenamtlichen Retter. In diesem Fall war um 8.00 Uhr die Anlage eines Alten- und Pflegeheims an der Berliner Straße angesprungen. Im Rahmen der Erkundung stellte sich heraus, dass im Kellergeschoss ein Raum mit warmen Wasser gereinigt wurde. Der dadurch entstandene Wasserdampf löste den Rauchmelder aus. Somit konnte auch Einsatz dieser Alarm als Fehlalarm verbucht werden.

07.5. Auch der nächste Einsatz, der die Blauröcke um 14.16 Uhr erreichte, wurde durch eine automatische Brandmeldeanlage verursacht. In diesem Fall rückten die Kräfte zu einer Firma am Rudolf-Diesel-Weg aus. Nach Rückmeldung der Leitstelle sollte eine Kunststoffplatte, die in einer Maschine zu stark erhitzt wurde, der Auslöser gewesen sein. Mittels der Wärmebildkamera wurde die Maschine nochmal kontrolliert. Um die betroffene Halle zu lüften, wurden große Rolltore geöffnet. Abschließend wurde die Anlage zurückgestellt.

08.5. Besorgte Besitzer meldeten, dass ihre Katze in einem Baum am Birkenweg festsitzen würde und baten um 8.44 Uhr die Möllner Wehr um Hilfe. Mit Hilfe der Drehleiter und eines Tierfangkorbes konnte die Katze eingefangen und den erleichterten Besitzern ausgehändigt werden.

11.5. In der Heinrich-Langhans-Straße vernahm ein Passant vermeintliche Hilferufe aus dem 2. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses und setzte einen Notruf ab. Nach lautem Klopfen und Klingeln der um 4.28 Uhr zu einer Notfalltüröffnung alarmierten Einsatzkräfte öffnete der Mieter der Wohnung die Tür. Er hatte tief und fest geschlafen, eine Notsituation lag nicht vor. Somit waren Maßnahmen der Feuerwehr nicht erforderlich und der Einsatz wurde als Fehlalarm verbucht.

12.5. Nachdem die Brandmeldeanlage des Robert-Koch-Parks einen Feueralarm ausgelöst hatte, informierte die Leitstelle um 20.46 Uhr die Möllner Wehr. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Melder im Dachbereich vermutlich aufgrund von Spinnweben den Alarm ausgelöst hatte.

13.5. Der 100. Einsatz des Jahres 2024 wurde durch einen piependen Rauchwarnmelder in einem Gebäude in der Straße Auf dem Wall verursacht. Nach dem Eintreffen der um 6.46 Uhr alarmierten Kräfte stellte sich heraus, dass es sich glücklicherweise um einen Fehlalarm handelte.

15.5. Die Funkmeldeempfänger riefen um 13.13 Uhr 32 Mitglieder der Wehr zu einem Feuer in einem Waldstück am Grambeker Weg. In dem schwer zugänglichen Gelände brannten etwa 400 qm Waldboden. Da die Einsatzstelle etwa 450 Meter von der Straße entfernt und von den Feuerwehrfahrzeugen nicht erreichbar war, wurde zunächst mit Kleinlöschgeräten die Ausbreitung des Feuers durch Ablöschen der Feuersaumbereiche verhindert. Zeitgleich wurde eine Löschwasserversorgung zur Einsatzstelle aufgebaut. Nachdem das Feuer gelöscht war und die Aufräumarbeiten abgeschlossen waren, wurde die Einsatzstelle an Mitarbeiter der Stadtforst übergeben.

16.5. Bereits am nächsten Tag wurden die Möllner Blauröcke um 16.31 Uhr zum zweiten Flächenbrand des Jahres gerufen. Zuvor hatten Spaziergänger im Wald hinter der Tennishalle das Feuer entdeckt und einen Notruf abgesetzt. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stellte sich heraus, dass circa 20 qm Waldboden in Brand geraten waren. Auch einige Bäume wurden durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Ob das Feuer durch eine achtlos weggeworfene Zigarette ausgelöst oder absichtlich gelegt wurde, konnte nicht ermittelt werden.

17.5. Um eine Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus an der Heinrich-Langhans- Straße zu öffnen, wurden um 10.04 Uhr Kräfte der Wehr alarmiert. Kurz nachdem die Funkmeldeempfänger angesprungen waren, wurde der Einsatz widerrufen. Somit rückte kein Fahrzeug mehr aus.

20.5.  Auch am Pfingstmontag wurde die Möllner Feuerwehr zu einer Notfalltüröffnung alarmiert. In diesem Fall rückten die um 16.58 Uhr alarmierten Ehrenamtler zu einem Mehrfamilienhaus am Sechseichener Weg aus. Zuvor hatte eine Bewohnerin einen Notruf abgesetzt. Da die Bewohnerin für den Rettungsdienst  die Tür selbst geöffnet hatte, brauchte die Feuerwehr nicht tätig zu werden.

22.5. Aufgrund eines Starkregenschauers, bei dem in kürzester Zeit ca. 35 l Regen pro m² niedergingen, erreichten 9 Hilferufe die Ehrenamtler der Wehr. Das Wasser hatte im Stadtgebiet Straßen und Keller unter Wasser gesetzt. Erstmals sprangen die Funkmeldeempfänger um 16.12 Uhr an. Der Grambeker Weg stand in der Nähe des Bahnhofes unter Wasser. Die Wassermassen setzten zudem anliegende Parkplätze, Höfe und einen Keller unter Wasser. Die Einsatzkräfte öffneten mehrere Regenabläufe und pumpten das Wasser ab.  Auch im Sechseichener Weg musste von den Einsatzkräften ein vollgelaufener Keller vom Wasser befreit werden. In der Gemeinschaftsschule wurde zudem Wasser aus einem Treppenraum gepumpt. Aufgrund der Information, dass Teile der Schmilauer Straße sowie der Mühlenstraße aufgrund der Regenmengen überflutet sind, wurden auch diese Bereiche aufgesucht. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war das Wasser aber bereits abgelaufen. Im Schäferkamp und der Bismarckstraße waren die eingedrungenen Wassermassen zu gering, so dass keine Pumpen eingesetzt werden konnten und die Bewohner selbst tätig wurden. Außerdem erreichte die Einsatzkräfte die Nachricht, dass sich bei einer Tankstelle in der Zwischendecke des Tanksäulendaches Wasser gesammelt hätte und das Dach einstürzen könnte. Die Kräfte sorgten dafür, dass das Wasser abfließen konnte. Die geschaffene Entlastung reichte zur Sicherung der Stabilität aus. Gegen 19.00 Uhr waren alle Einsatzstellen abgearbeitet.

22.5. Um eine erkrankte Person über eine enge Treppe zum Rettungswagen zu transportieren, wurden die ehrenamtlichen Retter um 21.57 Uhr dann noch einmal vom Rettungsdienst in der Berningstraße benötigt. 

23.5. Als Bauarbeiter an einem ca. 400 Jahre alten Geschäftshaus in der Möllner Innenstadt während nächtlicher Tiefbauarbeiten Risse in der Fassade bemerkten und zudem eine Schaufensterscheibe zersprang, wurde um 1.05 Uhr die Möllner Feuerwehr alarmiert.  Aufgrund der deutlichen Rissbildung im Bereich des Giebels und der begrenzten Möglichkeiten der Feuerwehr forderte die Einsatzleitung den Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW), der zudem zusätzlich die Baufachberatung des THW nach. an. Die Baufirma verfüllte die Baugrube zur Stabilisierung und Vermeidung weiterer Schäden wieder. Bei der Begehung des Gebäudes wurden erhebliche Schäden im 1. und 2. Obergeschoss festgestellt. Die Gebäudefront hatte sich zudem innen bereits von Wänden und Decken gelöst. Aufgrund der akuten Einsturzgefahr wurde durch die Einsatzleitung eine Fachgruppe des THW aus Gadebusch mit einem speziellen Abstützsystem zur Sicherung des Gebäudes angefordert. Zudem wurde der Innenstadtbereich großräumig abgesperrt. Im Einsatzverlauf wurden die THW-Einheiten am Gebäude mehrfach durch Kräfte der Wehr mit der die Drehleiter unterstützt.  Gegen 19.30 Uhr waren die Sicherungsarbeiten beendet.

23.5. Zweimal wurden die Möllner Blauröcke an diesem Tag noch zu Notfalltüröffnungen für den ebenfalls alarmierten Rettungsdienst gerufen. Zum ersten Mal sprangen die Funkmeldeempfänger um 5.56 Uhr an. Wenig später rückten Kräfte zur Massower Straße aus. In einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses war eine Frau gestürzt und hatte durch Hilferufe auf sich aufmerksam gemacht. Nachbarn hörten diese und alarmierten die Feuerwehr und den Rettungsdienst.

Um 9.31 Uhr sprangen die Meldeempfänger erneut an und riefen Kräfte der Wehr zu einer Notfalltüröffnung in einem Wohnblock an der Bismarckstraße. Leider kam in diesem Fall die Hilfe für einen Bewohner zu spät.

24.5. Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 24, der sich kurz vor 18.00 Uhr zwischen den Anschlussstellen Hornbek und Gudow ereignete, gerieten drei Lkw in Brand. Aufgrund einer Reifenpanne hatten zwei Lkw auf der Standspur gehalten.  Ein dritter Lastwagenfahrer fuhr auf einen der abgestellten Lkw, der dadurch auf den dritten geschoben wurde.  Durch die Kollision lief Diesel aus. Der ausgelaufene Kraftstoff entzündete sich und setzte die Lkw in Brand. Neben weiteren Feuerwehren aus der Region wurden zunächst Mitglieder der Technischen Einsatzleitung sowie um 18.25 Uhr auch die Möllner Wehr mit wasserführenden Fahrzeugen zum Unfallort gerufen.

 28.5. Um 2.34 Uhr wurde der Schlaf der Blauröcke durch die Funkmeldeempfänger jäh unterbrochen. Zuvor hatte die Brandmeldeanlage eines Getränkeherstellers an der Thorner Straße einen Alarm ausgelöst. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass Wasserdampf aus einem defekten Warmwasserrohr für die Alarmauslösung verantwortlich war.

28.5. Zum zweiten Einsatz des Tages rückten die um 10.51 Uhr alarmierten Kräfte der Wehr im Rahmen der nachbarlichen Hilfe nach Grambek aus. Hier war in einer Halle des  Recyclinghofes, in der sich lose aufgeschütteter Kunststoffabfall befand, im oberen Bereich eine Rauchentwicklung entdeckt worden. Mit Hilfe eines Baggers wurde der Abfall abgetragen und abgelöscht.  Nachdem alle Hitzequellen abgelöscht waren, war der Einsatz beendet.

31.5. Der erste Einsatz des Tages, zu dem die Kräfte um 12.26 Uhr gerufen wurden, stellte sich nach dem Eintreffen des Wehrführers, der als erster am Einsatzort eintraf und feststellte, dass Bewohner des Hauses im Garten Holz verbrannten und somit keine Gefahr bestand, als Fehlalarm heraus. Zuvor war von Passanten eine unklare Rauchentwicklung hinter einem Haus am Wasserkrüger Weg gemeldet worden. Die weiteren Einsatzkräfte konnten somit die Einsatzfahrt abbrechen.

31.5. Über den Hausnotruf meldete eine Bewohnerin eines Wohnblocks am Wasserkrüger Weg, dass sie gestürzt sei und Hilfe benötige. Daraufhin wurde um 19.32 Uhr die Feuerwehr zu einer Notfalltüröffnung alarmiert. Da die Bewohnerin die Tür selbst öffnete, wurde der Einsatzort ohne weitere Maßnahmen verlassen.