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Mölln

Von Wäldern und Seen umschlossen liegt Mölln im Kreis Herzogtum Lauenburg, im Naturpark Lauenburgische Seen , ca. 30alt km südlich von Lübeck. Die Stadt ist auch als Eulenspiegelstadt bekannt und zweitgrößte Stadt im Kreisgebiet.

Mölln wurde erstmals 1188 erwähnt. Anfang des 13. Jahrhunderts fiel Mölln an Dänemark und erhielt die Stadtrechte, zu dieser Zeit wurde auch die St. Nicolai Kirche erbaut.St. Nicolai KircheWirtschaftlich profitierte die Stadt davon das sie an der Alten Salzstraße lag. Auf diesen Weg wurde Salz von Lüneburg nach Lübeck gebracht. 1398 wurde der Stecknitzkanal fertig gestellt, der älteste Kanal Deutschlands. Da die lauenburgischen Herzöge verschuldet waren wurde Mölln in der Zeit von 1359 bis 1683 an Lübeck verpfändet. In dieser Zeit wurden unter anderem das Rathaus, der Stadthauptmannshof und die Stadtmauern errichtet.

Nachdem das lauenburgische Herzogsgeschlecht 1689 ausstarb, unterstand die Stadt den unterschiedlichlichsten Herren. So viel es erst an den Kurfürsten von Hannover und gehörte zu England, ab 1803 unterstand es dem französischen Kaiser Napolen. Nach 1813 gehörte die Stadt wieder zu Hannover, bis 1815 Hannover mit Preußen das Herzogtum gegen Ostfriesland tauschte. 1816 herrschte kurzeitig Schweden über die Stadt, im Anschluss war sie wieder dänisch. Nach dem dem preußisch-österreichischen Sieg über Dänemark 1864 kam Mölln unter deren Doppelherrschaft. Österreich verzichtete 1865 zugunsten Preußens gegen eine Entschädigigung auf das Herzogtum Lauenburg. 1876 ging das Herzogtum Lauenburg in der Preußischen Provinz Schleswig-Holstein auf, seit 1946 gehört das Herzogtum Lauenburg und die Stadt Mölln zum Bundesland Schleswig-Holstein.

1851 bekam Mölln Anschluss an die Eisenbahnlinie Lübeck - Büchen, bis 1900 wurde der Stecknitzkanal zum Elbe-Trave-Kanal ausgebaut.
Ab 1933 wurde südlich von Mölln begonnen die Heeresmunitionsanstalt (MUNA) zu bauen. In der MUNA wurde Artilleriemunition, Granaten und Minen hergestellt, sowie Infanteriemunition gelagert. Während der Produktion kam es zu zwei Explosionen durch Minen mit mehreren Toten und Verletzten. In der Nacht vom 01.05.1945 auf den 02.05.1945 erreichten die Alliierten Breitenfelde und die MUNA sollte laut Befehl vom Stammpersonal gesprengt werden, es wurde lediglich die Hauptweiche der Anstalt zerstört. Grund war hierfür das die Anstalt in den letzten Kriegswochen als Auffanglager benutz wurde und so größerer Mengen verschiedenster Munition gelagert wurde, eine Sprengung war ein zu großes Sicherheitsrisiko. Nach 1945 wurden die Bunker und Hallen der MUNA freigelegt und zu Wohnungen umgebaut, dieser Teil Möllns ist nun der Stadtteil "Waldstadt".
1970 wurde Mölln staatlich anerkannter Kneippkurort. Am 23.12. 1992 starben bei einem Brandanschlag von Neonazis 3 Türkinnen.
Seit Januar 2007 bildet die Stadt Mölln mit dem Amt Breitenfelde eine Verwaltungsgemeinschaft.

Mölln liegt am Elbe-Lübeck-Kanal, der in Lauenburg beginnt und in Lübeck in die Trave mündet. Sowie an der B 207, der Alten Satzstraße und an der Eisenbahnlinie Lübeck - Lüneburg. Dadurch hat Mölln Anschluss an die BAB 20 und BAB 24 und den Städten Hamburg, Berlin und Lübeck.

Das Wahrzeichen Mölln's ist Till Eulenspiegel, der hier 1350 starb. Mölln hat ca. 18500 Einwohner, die auf einer Fläche von Till Eulenspiegelbrunnen 25,05 km² leben. Zur Freizeitgestaltung kann man sich Sehenswürdigkeiten wie z. B. die Altstadt mit derAltstadt St. Nicolai Kirche, das Rathaus oder den Stadthauptmannshof ansehen, in den Wäldern und an den Seen wandern oder in den Wildpark gehen. Desweiteren gibt es zwei Seebadestellen, das Luisenbad am Schulsee nahe der Altstadt und das Rolands Eck am Lütauer See im Wald gelegen. Zu den Veranstaltungen gehören jedes Jahr das Schützefest im Juni, Altstadtfest am letzten Augustwochenende und der Herbstmarkt am ersten Novemberwochenende in der gesamten Innenstadt mit ca. 170 Schaustellern.