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Großfeuer in der Möllner Waldstadt forderte ein Menschenleben

(TS) Nachdem Anwohner in einem Mehrfamilienhaus an der Ecke Posener Str. / Memeler Str. ein Feuer entdeckt hatten, alarmierten diese kurz nach 12.00 Uhr die Feuerwehr. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort eintrafen, schlugen bereits Flammen aus der Wohnung und aus dem Dach. Aus dem gemeldeten Zimmerbrand entwickelte sich ein Großbrand, der die ca. 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk und Polizei stundenlang beschäftigen sollte. Möllns Wehrführer Sven Stonies ließ immer wieder die Alarmstufe erhöhen, so dass immer weitere Feuerwehren zur Unterstützung in die Möllner Waldstadt eilten. Zuletzt wurden noch Atemschutzgeräteträger aus Schwarzenbek und Gudow nach Mölln gerufen, so dass insgesamt Kräfte aus 9 Wehren im Einsatz waren. (FF Mölln / FF Ratzeburg / FF Grambek / FF Breitenfelde / FF Alt- Mölln / FF Brunsmark / FF Schwarzenbek / FF Gudow / Kreisfeuerwehrbereitschaft / Technische Einsatzleitung). Aus Ratzeburg rückte zudem das Teleskopmastfahrzeug an, das neben der Möllner zur Brandbekämpfung des Dachstuhls eingesetzt wurde.

Unter Atemschutz gingen die Feuerwehrmänner in das schon heftig verqualmte Gebäude vor und fanden schließlich im Wohnzimmer eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche. Das Feuer war vermutlich im Wohnzimmer ausgebrochen. Die Flammen hatten dann nach dem Bersten der Scheiben den Dachüberstand ergriffen und den Dachstuhl mit einer weiteren Wohnung erfasst. Eine weitere Ausbreitung im Dachstuhl auf die linke Gebäudehälfte des mehrgeschossigen Mehrfamlienhauses konnte mit Hilfe eines Löschangriffs mittels der Drehleiter und des Teleskopmastfahrzeuges der FF Ratzeburg sowie  dank eines Innenangriffes sowie einer Brandmauer verhindert werden. Nach gut drei Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Nachlöscharbeiten der Feuerwehr und Sicherungsarbeiten, die vom Möllner THW vorgenommen wurden, zogen sich dann weiter drei Stunden hin.

 

Von den 17 Eigentumswohnungen, die zumeist vermietet sind, wurden drei Wohnungen durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen bzw. zerstört. Vier weitere Wohnungen wurden durch Löschwasser zum Teil erheblich beschädigt. Die betroffenen Bewohner konnten zum Teil bei Freunden und Familienangehörigen unterkommen. Drei Bewohner bezogen zunächst Zimmer im Augustinum. Zahlreiche Fahrzeuge des Rettungsdienstes und des DRK waren ebenfalls vor Ort und unterstützen die Einsatzkräfte. Für die Versorgung der Einsatzkräfte rückte die DLRG Lauenburg nach Mölln aus.

Möllns Bürgermeister Jan Wiegels verschaffte sich gemeinsam mit Ordnungsamtsleiter Torsten Wendland und dem Kreiswehrführer Michael Raddatz an der Einsatzstelle einen Überblick. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde der Brandort beschlagnahmt und eine Obduktion der Leiche beantragt. Die Posener Straße war während der gesamten Einsatzdauer für den Durchgangsverkehr gesperrt und diente zugleich als Bereitstellungsraum für die Fahrzeuge der Einsatzkräfte.