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Michelsen

MichelsenIn der Nacht von Sonntag 06.10.1991 auf Montag den 07.10.1991 kam es zum größten Feuer in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Mölln.

 

Gegen 21:30 Uhr brach in der Alt-Möllner Straße bei der Firma Holz Michelsen ein Feuer aus. Mehr als die Hälfte des 40.000 m² großen Firmengeländes mit mehreren Lager- und Fertigungshallen sowie Teile des Freiluftlagers brannten.

Durch das trocken gelagerte Holz konnte sich das Feuer schnell auf über die Hälfte des Firmengeländes ausbreiten und bedrohten am direkt benachbarten Hafen ein Getreidesilo, vorsichtshalber wurden Wohnhäuser evakuiert.

Da schnell klar war, das die eigenen Kräfte nicht ausreichen wurden weitere Feuerwehren nachalarmiert, so das bis zu 600 Feuerwehrleute im Ensatz waren. Zusätzlich wurden noch die Berufsfeuerwehr aus Lübeck und Wasserwerfer des Bundesgrenzschutz aus Ratzeburg und Schwarzenbek angefordert. Auf dem Firmengelände selber waren drei mit jeweils 40.000 Litern Heizöl gefüllte Tanks bedroht, diese konnten erfolgreich gehüht weren. Eine weitere gefährdung gingen von mehreren Fässern Nitrogycerin eines Kfz-Betriebens aus.

Durch die nahe Lage des Firmengeländes zum Hafen konnte das benötigte Löschwasser aus dem Ziegelsee entnommen werden. 

Trotz des großen Personalaufwandes bei diesem Einsatz kam es zu keinem Personenschaden, der Sachschaden betrug damals ca. 10. Millionen DM ( ca. 5,1 Mio. €)

 

Wenige Tage nach dem Großbrand konnte die Brandursache geklärt werden.

Drei arbeitslose Männer hatten auf dem Betriebsgelände Alkohol getrunken und Zigaretten geraucht. Die Zigarettenkippen wurden weggeworfen, wodurch sich ein Glutnest bildete und zum offenen Feuer entwickelte. Die drei Täter flüchteteten nachdem sie das Feuer bemerkten. Von der Polizei konnten noch in der selben Woche zwei der drei Männer ermittelt werden.

 

Von den 600 Einsatzkräften wurden in den ersten 8 Stunden des Einsatzes 40.000 Liter Wasser pro Minute abgegeben und 10.000 Liter Wasser pro Minute  aus dem Wassernetz entnommen.

 

Zum Einsatz kamen:

23 Tragkraftspritzen 8,

1 Tanklöschfahrzeug 24/50

7 Tanklöschfahrzeuge 16/25,

2 Tanklöschfahrzeuge 8/18,

8 Tragkraftspritzenfahrzeuge,

1 Löschfahrzeug 16,

2 Löschfahrzeuge 16/TS,

6 Löschfahrzeuge 8,

1 Rüstwagen 1,

2 Rüstwagen 2

6 Drehleitern

2 Wasserwerfer des Bundesgrenzschuzes ( heute Bundespolizei)

 

Die Wasserabgabe erfolgte über 56 B-Strahlrohre, 23 C-Strahlrohre, 6 Wenderohre und 2 Wasserwerfer. Es wurden insgesamt 15 Kilometer B-Schläuche und  Kilometer C-Schläuche verlegt.

 

 

An diesem Einsatz waren direkt oder indirekt beteillit:

FF Ratzeburg,

FF Aumühle,

FF Grambek,

FF Breitenfelde,

FF Alt-Mölln,

FF Geesthacht,

FF Schwarzenbek,

FF Gudow,

FF Lehmrade,

FF Lanka,

FF Anker,

FF Brunsmark

FF Horst,

FF Sterley,

FF Hollenbek,

FF Lauenburg,

FF LAbenz,

FF Mannhagen,

FF Bälau,

FF Nusse,

FF Klinkrade,

FF Sandesneben,

FF Klempau,

FF Bliestorf,

FF Berkenthin,

FF Hammer,

FF Bäk/Mecho/Römnitz,

Berufsfeuerwehr Lübeck,

Bundesgrenzschutz Ratzeburg,

Bundesgrenzschutz Schwarzenbek,

Technisches Hilfswerk Mölln,

Technisches Hilfswerk Ratzeburg,

Polizei Mölln,

Wasserschutzpolizei Mölln,

Wasser- und Schifffahrtsamt Aufsichstbezirk Mölln,

Fachberater Technisches Hilfswerk,

Fachberater Deutsches Rotes Kreuz,

Städtisches Krankenhaus Mölln,

Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes,

Kreisfeuerwehrzentrale,

Technisches einsatzleitung des Kreisfeuerwehrverbandes

Stadtwerke Mölln

 

 

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